Heute habe ich meine Präsentation für AD vorgeführt, leider nur mit drittklassigem Erfolg. Die Tatsache, dass es laut Robb nur ein bis zwei erstklassige Präsentationen gab (Glückwunsch, Barbara), hilft nicht viel, sondern zeigt, dass es anscheinend mit der Aufgabenstellung gehapert hat. Denn wenn soviele sonst überzeugende Leute nicht fähig sein sollen, die Anforderungen zu erfüllen, stimmt was mit den Anforderungen nicht. Der didaktische Doppeldecker fliegt eben nicht immer so hoch…
Aber immerhin kann ich protzen mit dem, was ich „nebenher“ so alles am PC / für IKT gelernt habe: Aufnehmen mit Digitalkamera, Stativhandhabe, Importieren, Exportieren (mit verschiedenen Qualitäten), Schneiden, Cliptransfer, Bearbeiten der Clips (Untertitel, Ein-Ausblenden, andere Übergänge…) Extrahieren von Tonspuren (alles mit iMovie bewerkstelligt), sowie Arbeiten mit Keynote und wohl noch einige Kleinigkeiten mehr.
Inwiefern könnte das für den IKT-Kurs relevant sein? Nun, Robb hat mehrmals erwähnt, dass diese „Übung“ unsere Hemmschwelle senken soll, unseren SuS einmal selbst solch eine Aufgabe zu stellen. Da hat Robb wohl übersehen, dass die Arbeit am PC bei mir ca. 30 Stunden ausgemacht hat. Einer der zwei Betreuer hat mal erwähnt, dass er für die Betreuung der SekII-Leute bis vor einer Woche bereits 40 Stunden aufgewendet hat. Ich nehme an, dass sich unsere SuS und die Betreuer da bedanken würden…
Stellt sich doch die Frage,ob das in irgendeinem Rahmen für SuS Sinn machen könnte. Der gute Südkurier zitierte letzten Dienstag (15. Januar 08) unter dem Titel „Kinder an die Kameras“ die Studentin für Kunst und Medien, Kerstin Rubes, zum Stand der Mediennutzung durch Lehrer in der Schule: „Was bleibt, ist der Tageslichprojektor.“ Kurz, knapp. Speziell für die anscheinend besonders rückständigen Grundschulen bietet das Kreismedienzentrum mit dem Studentensender Campus TV deshalb Hilfe an.
Neben einem Fotokurs (der sich auch den Aspekt der Manipulation durch Bilder widmet) und Hörspielbasteln anhand MP3 (Hallo Barbara, steht das schon auf deiner Liste?) können SuS der Grundschulen auch einen Film kreieren. Welche Software verwendet wird, wurde zwar nicht erwähnt, aber die SuS machen weitmöglichst alles selbst unter Anleitung, angefangen beim Storyboard.
„Ziel der Grundschulmedientage ist aber nicht nur die spielerische (Hervorhebung durch mich um auf meinen letzten Post zu verweisen) Mediennutzung der Kinder. „Wir möchten auch die Lehrer zur Medienarbeit animieren,“, sagt Thorsten Rees [Medienpädagogischer Berater]. „Wer einmal bei der Trickfilmproduktion dabei war, kann das nächste Mal allein mit den Schülern einen Film drehen.“"
Robb hat wohl mal mit diesem Thorsten Kontakt gehabt. Warum aber gabs dann trotz all meiner erworbenen Kenntnisse „nur“ 80% der Punkte? Irgendeinen Mehrwert muss ich wohl verpasst haben. Was bleibt ist, dass es Sinn macht sich mit diesen Programmen auszukennen, auch dass SuS mal Spass mit so einem Projekt haben können. Die Frage ist nur, wie man das anstellt.
Meiner Meinung nach macht es mehr Sinn, ein Projekt für eine Klasse auszuwählen, das ergäbe auch mehr „choice“für die SuS. Jede(r) könnte sich seine Aufgabe aussuchen. Falls man möchte, dass die SuS verscheidene Aufgaben übernehmen (und nicht nur beispielsweise die Dekoration malen), könnte man ja ein von Ewa heute vorgestelltes Punktesystem integrieren, bei dem die SuS aus einem Katalog an Aufgaben zwei bis drei auswählen müssen.
Wer Interesse hat die Ergebnisse der Kooperation der Uni Konstanz mit dem Kreismedienzentrum zu verfolgen, kann nach dem Start des Projektes ab Februar hier verfolgen:


